Der deprimierendste Monat im Jahr ist wohl der Januar. Weihnachten und Silvester sind vorbei und mit ihnen der winterliche Glanz, wehmütig entsorgt man die letzte Dekoration und überflüssige Geschenke und merkt immer erst an der Ampel, dass man den Regenschirm vergessen hat.
Doch wenn es draußen nass und matschig ist, was gibt es dann besseres, als es sich am Wochenende gemütlich zu machen, sich der Prokrastination hinzugeben und wunderbaren Bands zu lauschen? Richtig: Nichts.
Genau aus diesem Grund liefern wir euch heute gleich drei Veröffentlichungen auf einmal. Von drei Bands, die unterschiedlicher nicht sein können – und genau deshalb ein perfektes musikalisches Potpourri hervorbringen, das einem das Jahr 2012 so richtig schmackhaft macht.
Zum einen veröffentlichen Die Sterne heute ihr heiß ersehntes Mini-Album “Für Anfänger”. Sich stets mit Lässigkeit und ihrer ganzen eigenen Definition von Groove treu geblieben, rotzt die Hamburger Band seit 20 Jahren Wahrheiten in Richtung Welt. Die Sterne tun gar nicht so, als ob, sie sind einfach. Und dieses Prädikat, das man absolut positiv als Zeitlosigkeit preisen darf, wird jetzt nochmals auf den Punkt gebracht.

Veröffentlicht auf ihrem eigenen Label Materie Records, bietet “Für Anfänger” eine Auswahl an frühen Songs und Cover-Versionen ihrer Lieblingslieder von befreundeten Bands, jenseits aller Best Of-Glückseligkeit, dargeboten als komplette Neueinspielungen. Und siehe da, die alten Gassenhauer wirken wie eh und je und – sicher kein Wunder – das Alter steht ihnen gut. Entspannt und mit distanzierter Leichtigkeit spielen Die Sterne ihre Frühwerke, als seien all die Jahre nie ins Land gegangen. Oder anders gesagt, als hätte es all die Jahre nie gegeben.
Erhältlich als Vinyl, CD und digital auf iTunes oder Amazon!
Die zweite Perle, die wir für euch haben, ist die heute erscheinende Single “Modern Soul” der Band Cloudberry. “The Modern Soul” ist ihre 2. Single-Auskopplung aus dem aktuellen Album „The Closer We Get“. Den Songtitel entnahmen sie einem Spex-Artikel über Joy Division aus dem Jahre 1980. In diesem wurde der Band und ihrer Musik zugeschrieben „näher an unsere moderne Seele gekommen zu sein“. Existentialismus. Damals wie heute. Wer bin ich. Wer möchte ich sein. Wer kann, wer darf ich sein. „bare to the bone is the modern soul“. Weder Frage- noch Ausrufezeichen. Cloudberry geben keine Antworten, keine Statements und sie machen keine Vorschläge. Sie hinterfragen. Die moderne Seele, „The Modern Soul“.
Ebenfalls sind die drei Jungs zur auch live unterwegs. Die nächsten Dates findet ihr hier:
21.01.2012 @ Colos Saal Aschaffenburg – Bayern, DE
24.01.2012 @ Schon Schön – Mainz, DE
27.01.2012 @ Das Bett – Frankfurt, DE
Die Single “Modern Soul” gibt es hier als Download:
iTunes oder Amazon.

Das dritte Schmankerl an diesem Freitag ist die Single-Auskopplung “Warten” unseres Schweizer Künstlers Adrian Zaar.
«Warten» ist die Single zum seinem poplastigen 80er-Jahre Doppelalbum. Zaar singt über das Warten; auf die Rückkehr seiner Geliebten, auf die eine grosse Liebe. Der Grund oder die Problematik dahinter wird allerdings nicht genannt. Das Video interpretiert diese missliche (Gefühls-)lage in Form der bekannten «Prinz sucht Prinzessin» – Geschichte. Was sind aber die Hürden für einen einsamen Prinzen heutzutage? Angesichts zahlreicher Clubs und Online-Plattformen kann es an potentiellen Partnerinnen nicht mangeln – doch vielleicht bringen die unbegrenzten Möglichkeiten ihren eigenen Fluch mit.
So begleiten wir den kleinen Helden auf seiner Suche nach der großen Liebe, durch ein Land, in dem die unzähligen Türme durchaus noch Metaphern sind und das Warten noch als Tugend praktiziert wird – zumindest von einem Prinzen.
Videopremiere auf JMC

Online zu kaufen gibt’s das schöne Video als auch die Single auf iTunes oder Amazon.

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende!
Euer SNOWHITE-Team.